Vergleichbarkeit von Wasser- und Abwasserpreisen!

Die Problematik, ob Gebühren oder Beiträge, zeigt sich auch bei den Statistiken über die Vergleichbarkeit der Wasser- und Abwasserpreise.

Sie sind nicht vergleichbar, weil in keiner Statistik steht, wie sich die jeweilige Zahl zusammensetzt.

Nur der Vergleich zwischen drei Wasser- und Abwasserverbänden.

In Werneuchen zahlen die Bürger 4,53 € Wasser und Abwasser, in Panketal 4,06 € und zukünftig 4,51 € und im WAV 3,82 € und zukünftig ca. 4,75 €.

Nach diesen Zahlen hat Werneuchen einen sehr hohen Preis im Vergleich zu den anderen Verbänden. Es ist aber nicht zu sehen, dass in Werneuchen Anschließerbeiträge zum großen Teil über die Gebühren finanziert werden. In Panketal werden zukünftig die Neuanschließer ihre Beiträge für Trinkwasser zurückerstattet bekommen. Damit zahlt man in Panketal fast so viel wie in Werneuchen. Was man nicht erfährt, ist wie sich zukünftig notwendige Neuanschlüsse auf die Gebühr auswirken. Der WAV hat zurzeit den niedrigsten Preis, der aber keine Gebühren für Anschlußbeiträge enthält. In den Preisen von Werneuchen und Panketal fehlen noch die beitragsbezogenen Teile.

Wenn man aber Vergleiche zu Gebühren anstellt, dann müssen die vielen Positionen einzeln aufgeführt und nachvollziehbar sein.

Die Heranziehung von Preisen im Bundesdurchschnitt lässt keine vergleichbare Beurteilung zu, da auch hier nicht die Einzelkriterien nicht nachvollziehbar sind (Tabelle: Vergleich Wasser- und Abwasserpreise). Wenn man die Gebühren in Summe vergleicht, dann nimmt Brandenburg einen Spitzenplatz ein.

Vergleicht man die Werte des WAV mit denen des Bundesdurchschnitts und Brandenburg, dann liegen bisher die Werte unter dem Bundes- und Brandenburger Durchschnitt. Nimmt man dann die neuen Werte, dann liegt der WAV über Bundesdurchschnitt, aber in etwa auf Brandenburger Durchschnitt.

Wesentliche Kosten entstehen aber auch durch die bisher nicht erwähnten Grundgebühren.

Um einen Vergleich einigermaßen nachvollziehbar zu machen muss man die Gebühren in die jeweiligen Wasser- und Abwassermengen umrechnen. Hier zeigt sich, dass die neuen Bundesländer insgesamt eine Spitzenposition in der Grundgebührenhöhe einnehmen.

Bezogen auf den WAV ist zu sehen, dass dieser sowohl einen Spitzenwert im Bundesdurchschnitt, als auch im Brandenburger Durchschnitt hat. Dieser relativiert sich etwas, wenn man dann die höheren Gebühren zu Grunde legt.

Dies ist nicht nur ein Thema der Vergleichbarkeit von Statistiken, sondern auch eine Voraussetzung einer Nachvollziehbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger der tatsächlichen Kosten!

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Tabelle – Wasser-u. Abwasserdurchschnittspreise als PDF